Die Vermietung einer Wohnung ist kein einfaches Unterfangen: Als Eigentümer suchen Sie einen Mieter, der auch auf lange Sicht zu Ihrer Immobilie passt. Gleichzeitig wollen Sie eine angemessen hohe Miete vereinbaren und wirtschaftliche Risiken ausschließen. Mit diesen zehn Tipps für eine erfolgreiche Vermietung sollte Ihnen das auch gelingen.

  1. Planen Sie Zeit ein und seien Sie flexibel

Den richtigen Mieter zu finden, erfordert Zeit und gute Organisation. Das sollten Sie auf keinen Fall unterschätzen. Sorgen Sie dafür, dass Sie zu angemessenen Zeiten zuverlässig für Anfragen zu erreichen sind. Das muss nicht rund um die Uhr sein aber ein Anrufbeantworter sollte auf jeden Fall erreichbar sein und eine entsprechende Rückmeldung zeitnah erfolgen. Der größte Teil Ihrer bevorzugten Zielgruppe hat meistens abends und an den Wochenenden Zeit für die Immobiliensuche. Hier sollten Sie also flexibel sein.
Anfragen von Interessenten, die sich z.B. aus beruflichen Gründen an einem anderen Ort aufhalten, sind heute keine Seltenheit. Eine Einzelbesichtigung per Life-Stream kann Sie hier kurzfristig zum passenden Mieter führen. Gerade jetzt in COVID19-Zeiten kann es erforderlich sein diesbezüglich über etwas technisches Geschick zu verfügen. Selbstverständlich erfolgen alle Termine auch in Abstimmung mit dem aktuellen Mieter – falls die Immobilie nicht gerade leer steht.

  1. Setzen Sie die richtige Mietpreishöhe fest

Leider werden hier oft Fehler gemacht. Während ein zu hoher Preis zu Leerstand führt, reduziert ein zu defensives Vorgehen ihren Gewinn. Um einen realistischen Marktpreis festzulegen, prüfen Sie sich den örtlichen Mietpreisspiegel und suchen Sie Vergleichsangebote.

  1. Beachten Sie die rechtlichen Grundlagen

Hier lauern viele Fallstricke, zum Beispiel bei der Mietpreisbremse. Verstoßen Sie gegen rechtliche Details kann der gesamte Vertrag ungültig werden. Informieren Sie sich über die aktuelle Rechtslage. Gerichtsurteile sorgen hier für viele und häufige Änderungen.

  1. Kümmern Sie sich um den Energieausweis

Der Energieausweis ist bei jeder Neuvermietung notwendig, außer es handelt sich um ein denkmalgeschützes Objekt. Sorgen Sie rechtzeitig dafür, dass er spätestens beim ersten Besichtigungstermin vorliegt.

  1. Halten Sie alle Unterlagen und Informationen bereit

Neben dem Energieausweis benötigen Sie eine Reihe weiterer Dokumente. Das sind vor allem der Grundriss sowie die letzten Nebenkostenabrechnungen. Falls Sie die Immobilie nicht selbst bewohnen, ist es gut zu wissen wer sonst noch im Haus wohnt. Wenn Sie sich wohnlich verändern, würden auch Sie wissen wollen, ob Ihre Nachbarschaft mehr aus Familien oder aus Studenten besteht. Seien Sie transparent was kleine Makel angeht. Verheimlichungen führen später nur zu Unstimmigkeiten und im schlimmsten Fall zu einer neuen Mietersuche. Gibt es Mobiliar, das abgelöst werden soll wie z.B. eine Einbauküche? Legen Sie einen angemessenen Preis fest bzw. erfragen Sie rechtzeitig die Preisvorstellungen des aktuellen Mieters. Nicht selten führt eine unverhältnismäßig hohe Ablösesumme zu Absagen von Interessenten obwohl die Immobilie an sich durchaus gefällt.

  1. Erstellen Sie ein ansehnliches Exposé

Legen Sie eine ausführliche sowie zutreffende Beschreibung der Immobilie an und lassen Sie aussagekräftige Fotos machen. Ein attraktives aber realistisches Exposé kann Ihnen viel Zeit für unnötige Besichtigungstermine ersparen. Auch ihr aktueller Mieter wird es Ihnen danken und sich kooperativer zeigen. Er ist nämlich rechtlich nicht verpflichtet Ihnen unbegrenzt und zu jeder gewünschten Zeit Termine in seinen Privaträumen einzuräumen.

  1. Suchen Sie die richtigen Mieter aus

Hier sollten Sie genau hinsehen und nicht vorschnell entscheiden. Ein sympathischer erster Eindruck kann in die Irre führen. Lassen Sie sich einen Mietfragebogen ausfüllen, die drei letzten Gehaltsabrechnungen, eine Schufa-Auskunft sowie eine Kopie des Personalausweises geben. Natürlich sollte die Chemie zwischen Mieter, Vermieter und evtl. auch der Hausgemeinschaft stimmen – verlieren Sie bei Ihrer Entscheidung jedoch nicht die harten Fakten nicht aus den Augen.

  1. Füllen Sie den Mietvertrag sorgfältig aus

Besorgen Sie sich bei Haus und Grund einen aktuellen Mustermietvertrag. Auch hier gibt es häufige rechtliche Änderungen. Füllen Sie diesen wirklich vollständig und sorgfältig aus. Miete und Nebenkosten müssen getrennt aufgeführt werden. Überlegen Sie auch, ob vielleicht ein Staffel- oder ein Indexmietvertrag in Frage kommt.

  1. Vorsicht bei der Renovierungsklausel

Die Renovierungsklausel ist ein Kapitel für sich, da es auch hier immer wieder neue Gerichtsurteile gibt. Daher müssen sie vorsichtig formulieren – sonst ist die Klausel hinfällig. Dann gilt das BGB, und danach ist der Vermieter für Schönheitsreparaturen zuständig. Immer wieder kommt es so zu Unstimmigkeiten was z. B. das Ausmalen bei Auszug des Mieters betrifft.

  1. Bestehen Sie auf eine ordentliche Übergabe

Die Schlüssel werden erst nach Zahlung der Kaution übergeben. Notieren Sie alle Zählerstände und fertigen Sie ein Mängelprotokoll an. Am besten Sie dokumentieren dies mit Bildern, die Sie dem Mieter ebenfalls überlassen. Die Zählerstände leiten Sie weiter an die Hausverwaltung bzw. die zuständigen Unternehmen, damit eine termingenaue Abrechnung der Nebenkosten gewährleistet ist.

Am Ende kommt es darauf an, den für Sie und Ihre Wohnung passenden Mieter zu finden – und gleichzeitig den wirtschaftlichen Vorteil nicht aufzugeben. Jeder Fehler kann zu einem erheblichen Schaden führen. Daher informieren Sie sich intensiv – und lassen Sie sich im Zweifel von einem erfahrenen, ortskundigen Makler aus Regensburg oder Umgebung unterstützen. Sollten Sie über mehrere Mietobjekte verfügen, suchen Sie sich am besten einen vertrauensvollen Profi als dauerhaften Partner. So erhalten Sie sicherlich einen „Stammkundenrabatt“, so dass sich die Investition für Sie doppelt auszahlt.